Fünf Jahre für Sie da - wir sagen Danke!
Fünf Jahre MOBILOTSIN – da kann man auch mal Danke sagen! Danke, Ihnen allen, die Sie an einem unserer Angebote teilgenommen haben! Ein Blick zurück: 139 Kolleginnen und Kollegen aus Kommunen haben unseren „Lehrgang Kommunales Mobilitätsmanagement“ absolviert. Der neunte Lehrgang startet im kommenden Juni. Allein 2025 gab es sieben Mal MOBILOTSIN-online mit 344 Teilnehmenden. Mittlerweile 20 Fußverkehrs-Checks haben in den Kommunen bei vielen Bürgern Interesse ausgelöst – und ein großes Medienecho. 33 Newsletter haben wir verschickt und als Team ungezählte Pommes verspeist.
Wir hoffen, dass wir Ihnen Wissen und Anregungen geliefert haben, die Sie und Ihre Arbeit voranbringen. Sicher ist: Sie haben mit Ihrem Interesse die MOBILOTSIN vorangebracht. Mit vier Kolleginnen und Kollegen haben wir 2020 angefangen – heute sind wir neun. Nun ist die Zahl der Beschäftigten kein Maßstab für Qualität – wir sind deshalb stolz, dass Sie unsere Angebote regelmäßig mit der Schulnote 2 bewerten, auch eine 1 steht gelegentlich vor dem Komma.
Wie geht’s weiter mit der MOBILOTSIN? Welche Angebote machen wir Ihnen künftig? Das skizziert im Interview unsere Leiterin Claudia Fricke. Dabei ist unser Auftrag als Beratungseinheit der LNVG unverändert: Wir unterstützen Sie, die Mobilitätswende voranzubringen, gerade auch im ländlichen Raum.
Wir sagen Danke - heute besonders Minister Grant Hendrik Tonne für seine Geburtstagswünsche - und freuen uns auf die kommenden fünf Jahre! Und wenn Sie Fragen haben, melden Sie sich gerne bei uns.
Leiterin der MOBILOTSIN im Interview
„Vernetzung ist die Schlüsselkompetenz der Branche“
Noch nicht geschafft, aber auf einem guten Weg, so schätzt Claudia Fricke, Leiterin der MOBILOTSIN, den Stand der Mobilitätswende in Niedersachsen ein.
Frau Fricke, jetzt ist die MOBILOTSIN fünf Jahre alt. Was war das wichtigste Projekt in dieser Zeit?
Menschen! Aus 139 Menschen ist ein einmaliges Netzwerk rund um Mobilität in Niedersachsen geworden. Das sind die Kolleginnen und Kollegen aus den Städten, Gemeinden und Landkreisen, die an unserem „Lehrgang Kommunales Mobilitätsmanagement“ teilgenommen haben. Vorher waren viele von ihnen Einzelkämpfer, vor Ort alleine, oft für mehrere Themen zuständig. Jetzt haben sie alle viele Kolleginnen und Kollegen, mit denen sie diskutieren können - quasi die MOBILOTSIN-Familie.
Wird es noch einen 10. Geburtstag geben – oder ist der Auftrag vorher erfüllt?
Das Tempo würde mir gefallen, Niedersachsen wäre Weltmeister im ÖPNV, hätte die Mobilitätswende erreicht, nebenbei die Klimaziele im Verkehr, Vision Zero, erfüllt und alle anderen verkehrlichen Probleme dauerhaft gelöst. Das wird vermutlich nicht ganz klappen. Aber viele in Niedersachsen arbeiten daran. Und wir sind stolz auf den Teil, den wir geschafft haben. Niedersachsen war mit der MOBILOTSIN 2020 das zweite Bundesland, dass das Thema Mobilitätsmanagement sichtbar aufgestellt hat.
Anders gefragt: Wann ist die Mobilitätswende geschafft?
Die Mobilitätswende ist dann geschafft, wenn jeder Bürger so mobil sein kann, wie er möchte und gleichzeitig die Klimaziele erreicht werden. Das funktioniert übrigens nicht nur einseitig mit der Antriebswende, sondern es müssen weitere Angebote dazu entwickelt werden, damit Mobilität auch ohne eigenes Auto auf dem Land zuverlässig und bezahlbar funktioniert. Das hat aber auch mit Siedlungsplanung bzw. Raumordnung und Entfernungen zur Nahversorgung, Naherholung und medizinischen Einrichtungen zu tun. Unsere Hauptaufgabe ist es, Kommunen und Landkreise zu unterstützen, Mobilität zu ermöglichen und möglichst viele Mobilitätsformen miteinander zu verknüpfen.
In Niedersachsen haben wir da übrigens wortwörtlich schon ein paar Schritte vorangemacht: Laut aktueller MiD-Studie hat sich der Anteil der Fortbewegung in Niedersachsen von 2017 bis 2023 so verändert: 2017 lag der Anteil des Autos noch bei 61 Prozent, der ist auf 53 gefallen. Das Fahrrad lag unverändert bei 15 Prozent, ÖPNV ist von 7 auf 8 gestiegen. Das deutliche Plus ist beim Zufußgehen. 2017 waren das 17 Prozent der Wege, 2023 immerhin 24.
Mobilitätswende war einst auch in der Öffentlichkeit ein riesiges Thema – da ist es jetzt eher still geworden. Merken Sie das bei der Arbeit?
Sicher, gerade stehen öffentlich große weltweite Krisen im Mittelpunkt. Aber unser Job ist ja, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Kommunen zu unterstützen. Die Motivation bei den Kolleginnen zum Thema ist da. Sie kommen zu unseren Veranstaltungen, sie sind bei unseren digitalen Angeboten und am wichtigsten, die Mitarbeitenden setzen vor Ort Projekte um und stehen im direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern und Politik. Wichtig war für uns ein Signal von den kommunalen Spitzenverbänden, die sich deutlich gewünscht haben, dass wir unsere Beratungsangebote nicht einschränken – und das trotz all der anderen Themen, die in den Kommunen akut sind.
In der Mobilitätswende geht es aber nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um Verkehrssicherheit, Reduktion von Lärm, Aufenthaltsqualität und natürlich auch um soziale Teilhabe und gleichwertige Lebensverhältnisse!
Wo sehen Sie denn in den kommenden fünf Jahren die wichtigsten Aufgaben für die MOBILOTSIN?
Wir prüfen gerade, wo wir noch spezialisierter arbeiten sollten. Seit 2024 bieten wir zum Beispiel durch eine Finanzierung des Niedersächsischen Verkehrsministeriums Fußverkehrs-Checks an. Pro Jahr unterstützen wir 10 Kommunen bei der Frage, wie Zufußgehen sicherer und besser werden kann. Aktuell haben wir einen Lehrgang zum „Betrieblichen Mobilitätsmanagement“ gestartet. Dort geht es darum, dass Mitarbeiter nachhaltiger auf dem Pendelweg und auf dienstlichen Fahrten unterwegs sindDas sind beides Themen, wo ein Bedarf an uns herangetragen wurde. Da gibt es noch mehr Nachfragen, etwa aus dem Bereich Tourismus und Mobilität. Wir gucken, was wir tun können. Dafür evaluieren wir auch regelmäßig unsere Angebote und passen Lehr- und Informationsinhalte an. Es ist wichtig, dass wir nah an unseren Kommunen sind, um die Bedarfe zu sehen und unsere Angebote anzupassen. Und trotzdem sehe ich als wichtigste Aufgaben die Themen Vernetzung und Austausch.
Mit Verlaub – Sie betonen „Vernetzung“ sehr. Aber ist das nicht inzwischen so ein ausgelutschter Begriff?
Überhaupt nicht! In einer Branche, in der sich Wissen, Märkte und Technologien rasant verändern, wird Vernetzung zur Schlüsselkompetenz. Sie schafft Raum für Innovationen, spart Umwege – und nicht selten bringt ein einfacher Austausch den entscheidenden Impuls für das nächste Projekt, für eine akute Herausforderung. Neben allen fachlichen Angeboten, sehe ich uns als MOBILOTSIN genau da.
Gleich in der ersten Antwort haben Sie den „Lehrgang Kommunales Mobilitätsmanagement“ als besonderes Projekt genannt, warum?
Der Lehrgang ist etwas Besonderes! Der Lehrgang ist nicht nur ein fachlicher Input. Mobilität ist Querschnittsaufgabe und in vielen verschiedenen Fachbereichen angesiedelt. Im Mobilitätsmanagement geht es also darum, die Verwaltung-Zusammenarbeit in den kommunalen Strukturen zu einem beachtenswerten Faktor zu entwickeln. Das entstandene MOBILOTSIN-Netzwerk hilft dabei auch später erheblich. On Top gibt es, und das ausschließlich für die Teilnehmenden dieses Lehrgangs, exklusive Veranstaltungen, etwa ein Jahrestreffen mit Fachvorträgen und regelmäßigem Online-Austausch. 2026 werden wir diese exklusiven Angebote ausbauen: Erstmals soll es Coachings mit Experten in Kleingruppen geben, „Mikro-Trainings“. Hier wird kleinteilig auf die individuellen Herausforderungen vor Ort eingegangen, nicht nur rein fachlich, sondern insbesondere organisatorisch und methodisch. Aber hier will ich gar nicht zu viel verraten. Seien Sie gespannt!
Frau Fricke, welches Verkehrsmittel nutzen Sie eigentlich am liebsten?
Ich mag die Entscheidungsfreiheit, darum sind mir persönlich auch Verknüpfungspunkte und Mobilitätsstationen so wichtig, damit ich unabhängig vom Wetter das passende Angebot wählen und einfach mobil sein kann.
Fangfrage: Niedersachsen ist Pferdeland. Das kommt aber in keinem Mobilitätskonzept vor …
Das ist sicher ein Thema für unsere Teambesprechung am 1. April!
Fünf Jahre - fünf Höhepunkte
Unsere großen Projekte
Seit fünf Jahren unterstützen wir Akteurinnen und Akteure in Niedersachsen dabei, neue Mobilitätsangebote zu schaffen oder vorhandene zu verknüpfen. Wir bieten Qualifizierungen im Mobilitätsmanagement, spannende Fachveranstaltungen, persönliche Beratung und Vernetzung von Kommunen. Kennen Sie unsere großen Projekte?
Jahresveranstaltung mit über 100 Expertinnen und Experten aus Kommunen
Es war die größte Veranstaltung, die die MOBILOTSIN bisher allein organisiert hat: „Wissen teilen, Zukunft gestalten – Fachkongress für nachhaltige Mobilität in Niedersachsen“. Unter diesem Motto kamen im vergangenen Mai über 100 Expertinnen und Experten aus Kommunen, Verbänden und Landesreinrichtungen in Hannover zusammen. Und die Teilnehmenden haben uns einen Auftrag gegeben: „Macht das öfter!“ Also planen wir bereits für 2026. Es wird besonders um ÖPNV gehen.
„Lehrgang Kommunales Mobilitätsmanagement“ – wichtig für die Arbeit vor Ort
Als erste Anbieter in Niedersachsen und bundesweit als zweite haben wir seit 2021 den „Lehrgang Kommunales Mobilitätsmanagement“ im Angebot. Mit Mobilitätsmanagement können Kommunen wichtige Standortvorteile erarbeiten, die den örtlichen Handel und das Gewerbe stärken. Unabhängig vom Wohnort erwarten immer mehr Bürgerinnen und Bürger ein breit aufgestelltes Mobilitätsangebot, um auch ohne eigenes Auto vor Ort unterwegs zu sein- der Lehrgang liefert Anregungen. Für die Umsetzung der Projektideen bekommen die Kommunen oft Zuschüsse von Land, Bund und EU.
2026 erweitern wir den Lehrgang mit kompakten Mikrotrainings, die online stattfinden. In Kleingruppen werden dort verschiedene Fragestellungen rund um die Mobilitätswende bearbeitet – perfekt, um Wissen direkt anzuwenden und sich auszutauschen. Dieses Angebot ist exklusiv für Teilnehmende und ehemalige Teilnehmende des Lehrgangs.
Aus einer Fortbildung wird ein Netzwerk zur kollegialen Unterstützung
Einmal dabei ist nicht vorbei! Die Absolventinnen und Absolventen unseres Lehrgangs „Kommunales Mobilitätsmanagement“ können nach dem Lehrgang kostenlos besondere Angebote nutzen, die nur ihnen offenstehen: Einmal im Jahr gibt es ein exklusives Treffen mit Fachvorträgen und Exkursionen. Eine geschützte Onlineplattform ergänzt die Möglichkeiten zum kollegialen Austausch.
Besser zu Fuß – die MOBILOTSIN läuft in die Schlagzeilen
Sind Fuß- oder Überwege barrierefrei? Fehlen vielleicht wichtige Wegeverbindungen, lässt sich der Weg zur Bushaltestelle sinnvoller führen? Können Kinder die Schule sicher zu Fuß erreichen? Um diese Fragen geht’s bei den Fußverkehrs-Checks, die die MOBILOTSIN und das Land Niedersachsen bislang 20 Städten und Gemeinden kostenlos ermöglicht haben. Mehr Medienecho hatten wir noch nie, das Thema bewegt vor Ort buchstäblich. Wenn Sie wissen wollen, wie es mit den Checks 2026 weitergeht, das lesen Sie in unserem Newsletter.
MOBILOTSIN – die Marke für Beratung und Fortbildung zur Mobilität in Niedersachsen
Wie soll das Kind heißen? Seit Dezember 2020 sind wir als MOBILOTSIN am Start. Der Hintergrund: Unsere Wurzel ist der Bereich Mobilitätsmanagement der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG). Die Idee, Kommunen Fortbildung und Beratung rund um die Mobilitätswende anzubieten, hat überzeugt. Wir haben Netzwerkpartner dazugewonnen, deshalb der neue und prägnante Name. Unsere Arbeit bei der LNVG unterstützen als Netzwerkpartner: der Niedersächsische Landkreistag, der Niedersächsische Städtetag, der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund, die Arbeitsgemeinschaft der Niedersächsischen ÖPNV-Aufgabenträger und das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen.
MOBILOTSIN verlost Fortbildung
Wertvolle Preise für eine Kommune Ihrer Wahl
Gewinnen Sie Wissen! Bei unserer großen Geburtstagsverlosung können Sie für eine Kommune in Niedersachsen, wertvolle Preise erringen. Und: Sie entscheiden, welche Gemeinde, Stadt oder welcher Landkreis in Niedersachsen, profitieren soll!
1. Preis: Unter allen teilnahmeberechtigten Einsendungen verlosen wir für eine Kommune einen Platz im „Lehrgang Kommunales Mobilitätsmanagement“. Dieser Lehrgang im Wert von 2.190 Euro vermittelt praxisnahes Wissen zur integrierten Verkehrs- und Stadtplanung sowie zu nachhaltiger Mobilität.
2. und 3. Preis: Wir besuchen die gewünschte Kommune mit dem Planspiel Mobiland. Dabei geht es die Frage, was kann eine Kommune tun, um die Mobilität vor Ort zu verbessern? Wie greifen ÖPNV und andere Angebote ineinander? Mobiland liefert Denkanstöße und ist eine Möglichkeit, eventuell auch festgefahrene Debatten über Verkehr neu zu beginnen. Wir kommen zu Ihnen und unterstützen Sie bei der Durchführung.
So machen Sie mit: Schauen Sie sich unser Geburtstagsvideo an – wen im Video erkennen Sie wieder? Senden Sie eine E-Mail mit dem Betreff „MOBILOTSIN“ und mit den Namen der erkannten Personen an mobil@lnvg.niedersachsen.de. Vergessen Sie nicht, die Kommune anzugeben, die den Preis erhalten soll. Wenn mindestens ein Name richtig ist, nimmt die vorgeschlagene Kommune an der Verlosung teil.
Teilnahmevoraussetzungen:
-Für die Gewinne muss eine niedersächsische Kommune vorgeschlagen werden. Die Entscheidung, welche Person oder Personen bei einem Gewinn von den Preisen profitieren, trifft die Kommune.
-Einsendeschluss ist der 15. Januar 2026
Die Einsenderinnen und Einsender und die jeweiligen ausgewählten Kommunen werden schriftlich vom Team der MOBILOTSIN benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen viel Glück!