Mehr MOBILOTSIN geht nicht: Am 3. November 2026 in Hannover heißt es erneut „Wissen teilen, Zukunft gestalten – Fachkongress für nachhaltige Mobilität in Niedersachsen“.
Sie möchten Ihre Kommune zukunftsfähig machen und den Weg zu einer nachhaltigen Mobilität aktiv mitgestalten? Dann sollten Sie unseren großen MOBILOTSIN-Fachkongress in zweiter Runde nicht verpassen! Lassen Sie sich von zahlreichen Praxisbeispielen inspirieren.
Die MOBILOTSIN-Fachtagung bringt Akteure der Mobilität in Niedersachsen zusammen – ob Bürgermeister, Stadt- und Verkehrsplanerinnen, Klimaschützer oder Politikerinnen. Nutzen Sie die Veranstaltung, um sich mit anderen niedersächsischen Mobilitätsakteuren zu vernetzen. Wir bieten die Plattform, um neue Perspektiven zu gewinnen und Wissen zu erweitern.
Es finden am Vormittag und Nachmittag insgesamt neun Sessions (Themen-Haltestellen) auf drei Linien statt. Sie können an drei Themen-Haltestellen teilnehmen.
Claudia Fricke, MOBILOTSIN / LNVG
Dr. Christoph Wilk, Abteilungsleiter Verkehr, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen
Christian Berndt, Geschäftsführer Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH
Norbert Krause, krauses Projektdesign
In Troisdorf ankommen - das Neubürgerpaket. Daniel Euler, Stadt Troisdorf
Die Entwicklung des Troisdorfer Neubürgerpakets zeigt neue Wege auf und macht die Vielfalt städtischer Angebote von Kultur bis Infrastruktur transparent und zugänglich. Die Präsentation dokumentiert die Entstehung dieses Angebots und illustriert den Weg vom reinen Verwaltungsakt zum erfolgreichen Onboarding. Bürgerinnen und Bürger bekommen mit dem Neubürgerpaket der Stadt im Rhein-Sieg-Kreis zum Beispiel Informationen und praktische Tipps, um sich besser in der Stadt einleben zu können. Das reicht von der Anmeldung über Angebote der Stadtbibliothek bis hin zur Mobilität. Auch eine interaktive App, mit der die Innenstadt erkundet werden kann, gehört dazu.
Dialog statt Dauerkonflikt – Akzeptanz schaffen durch Beteiligung. Melanie Saraval, Mobilnetzwerk, Region Hannover und Imke Thiele, Stadt Seelze
Beteiligungsverfahren und partizipative Ansätze bieten die Möglichkeit, unterschiedliche Perspektiven, Interessen und Erfahrungen frühzeitig in Planungsprozesse einzubinden und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht bei dem Vortrag die Zusammenarbeit zwischen dem Mobilnetzwerk der Region Hannover und den Regionskommunen sowie die Frage, wie eine solche Kooperation dazu beitragen kann, Beteiligungsprozesse gemeinsam erfolgreich zu gestalten und weiterzuentwickeln. Ergänzt wird der Vortrag durch praxisnahe Erfahrungen, Herausforderungen und Erkenntnisse aus der Planung und Umsetzung von Beteiligungsprozessen.
Lüneburg entwickelt Awarenesskonzept. Mareike Harlfinger-Düpow, LK Lüneburg
Beleidigungen, sexuelle Belästigung und rassistische Gewalt beeinträchtigen das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste und des Fahrpersonals im ÖPNV. Der Landkreis Lüneburg entwickelt deshalb ein Awarenesskonzept in Zusammenarbeit mit vielen Akteuren, zu denen auch die Polizei gehört. Was soll erreicht werden? Hauptanliegen ist, das Bewusstsein für Grenzverletzungen zu schärfen, damit sich in problematischen Situationen anwesende Personen gegenseitig unterstützen. So soll im ÖPNV ein Raum entstehen, in dem sich alle sicher fühlen. Verwirklicht werden soll dies unter anderem durch Unterstützungsangebote für Fahrgäste und Schulungen des Fahrpersonals.
Vortrag 1:
Das Beteiligungstool „Wegedetektiv“. Christoph Marquardt, MOBILE ZEITEN
Der Vortrag beleuchtet das Beteiligungstool „Wegedetektiv“ für die (Gesamt-)Mobilitätsplanung. Dabei stehen intermodale Zusammenhänge und die smarte Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel im Fokus.
Vortrag 2:
Praxisbeispiel Netzüberplanung im Landkreis Hameln-Pyrmont.
Holger Waldhausen, Öffis Nahverkehr Hameln-Pyrmont GmbH
Das Praxisbeispiel aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont zeigt die digitale Netzüberplanung als Teil einer umfassenden Gesamtstrategie. Dabei beleuchtet der Vortrag die Ausgangslage, die Zusammenarbeit mit externen Planern, die Einbindung der Öffentlichkeit sowie die konkreten Ergebnisse und weitere Schritte.
Carsharing in Ergänzung zum öffentlichen Angebot. Michael Kuiter, LK Emsland
Vorstellung der ersten Erkenntnisse aus dem bis vergangenen November laufenden Projekt „Nachbarschaft bewegt“ als Ergänzung zum öffentlichen Carsharing. Seit gut drei Jahren bietet der Landkreis Emsland ein kreisweites Carsharing-Angebot mit E-Autos an. Die Flotte ist auf über 30 Fahrzeuge angewachsen und wird von der mobileeee GmbH aus Frankfurt betrieben. Mit dem Projekt „Nachbarschaft bewegt“ ermöglicht der Landkreis Emsland, das Carsharing in geschlossenen Nutzergruppen kostengünstig zu erproben. Nachbarn oder auch Unternehmen nutzen gemeinsam ein Fahrzeug. Das bedeutet: Keine weiten Wege zur nächsten Carsharing-Station und keine öffentliche Nutzung durch unbekannte Personen.
Digitale Plattform für betriebliches Mobilitätsmanagement. Stefanie Schleef, Stadt Achim, und N.N., Bauhaus-Universität Weimar
„Moin mobil“ ist die neue Mobilitäts-App in der Stadt Achim und dem Flecken Ottersberg, die vorhandenen Mobilitätsangebote sinnvoll verknüpft. So sollen möglichst viele Menschen Zugang zu diesen Angeboten bekommen. Über eine einzige App erhalten NutzerInnen Zugang zu öffentlichem Bikesharing mit klassischen Rädern, E-Bikes und Lastenrädern, digital gesteuerten, witterungsgeschützten und kostenlosen Fahrradabstellanlagen, einem integrierten Mitfahrmodul für Fahrgemeinschaften und einem durchgängigen Anreiz- und Belohnungssystem für nachhaltige Wege.
Außerdem ist die die App ein wichtiger Baustein für Kommunen auch im betrieblichen Mobilitätsmanagement und als Instrument für die Wirtschaftsförderung.
Erfahrungen und Wirkungen aus Oldenburg. Prof. Dr. Christian Grotemeier, Hochschule RheinMain, und Sebastian Bührman, Stadt Oldenburg
Kostenfreier ÖPNV gewinnt in Europa an Bedeutung. Beispiele finden sich unter anderem in Porto, Belgrad, Luxemburg und Tallinn. Auch in Deutschland erproben Städte entsprechende Angebote. In Mainz gilt seit Juli 2024 der „0-Euro Samstag“. In Oldenburg gibt es seit Januar 2025 das Angebot „SEB - samstags einfach Bus fahren“. 2026 erfolgte eine Erweiterung auf die verkaufsoffenen Sonntage. Beide Angebote wurden sehr umfassend wissenschaftlich evaluiert.
Die Linie stellt die Erfahrungen und Evaluationsergebnisse aus Mainz und Oldenburg vor und ordnet sie in die europäische Entwicklung ein. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird diskutiert, welche Potenziale kostenfreie ÖPNV-Angebote für Städte und Gemeinden in Niedersachsen haben und wie sie etwa zur Förderung von Klimaschutz, Tourismus und Einzelhandel eingesetzt und finanziert werden können.
Mobilitätswende im Zusammenspiel von Kreis und Kommunen. Andreas Falkowski, Rhein-Erft-Kreis
Der Rhein-Erft-Kreis ist Aufgabenträger für den ÖPNV. Der neue Nahverkehrsplan (NVP) 2025–2035 geht über die normalen ÖPNV-Inhalte deutlich hinaus. Er zeigt auch, in welchen weiteren Bereichen die Kreisverwaltung und das kreiseigene Verkehrsunternehmen die Kommunen auf dem Weg zur Mobilitätswende unterstützen. Hierzu zählen ÖPNV-ergänzende Mobilitätsangebote wie ein Fahrradmietsystem und ein On-Demand-Angebot, ein Mobilstationskonzept sowie ein Konzept für öffentliche Ladeinfrastruktur. Auch viele Maßnahmen des Mobilitätsmanagements gehören dazu. Wie das mit knappen Personalressourcen und knappen öffentlichen Haushalten gelingen kann, wird Thema des Vortrags und der Diskussion sein.
Workshop. Norbert Krause, krauses Projektdesign
In einem praxisnahen und interaktiven Workshop geht es um neue Ideen für nachhaltige Mobilität.
Matthias Riegel, töchter&töchter Beratungsgesellschaft mbH
Claudia Fricke, MOBILOTSIN / LNVG